


ZUKIBO hat mit der Max Power PEX8 eine neue geflochtene Angelschnur auf den Markt gebracht. Nachdem ich bereits mit der Ghost und der Phoenix sehr gute Erfahrungen gemacht habe, war für mich schnell klar, dass ich auch die neue Max Power ausprobieren muss.
Besonders interessant wurde die Schnur für mich, als Line Laboratory erste Testergebnisse veröffentlichte und die ZUKIBO mit der bekannten Seaguar R18 verglich. Die Ergebnisse können sich durchaus sehen lassen!
Doch dazu später mehr.
Erster Eindruck – ZUKIBO hat wieder abgeliefert!
Ich habe mittlerweile einige geflochtene Schnüre von ZUKIBO gefischt. Besonders die Ghost* und die Phoenix* gehören für mich zu den besten Schnüren, die der Hersteller bisher auf den Markt gebracht hat.
Die ebenfalls viel gelobte Firebird konnte mich dagegen nicht vollständig überzeugen. Insbesondere bei der Abriebfestigkeit habe ich persönlich Schwächen festgestellt.
Die neue Max Power PEX8 macht auf mich schon beim ersten Kontakt einen hervorragenden Eindruck.
Was mir sofort aufgefallen ist:
- Die Max Power ist geschmeidiger und weniger steif als die ZUKIBO Ghost.
- Die Oberfläche fühlt sich sogar noch glatter an als bei der Phoenix.
- Die Schnur macht einen gleichmäßigen und sauber verarbeiteten Eindruck.
- Beim Aufspulen konnte ich keinen sichtbaren Farbabrieb an den Ringen feststellen.
Gerade die Kombination aus einer glatten Oberfläche und einer geschmeidigen Struktur gefällt mir ausgesprochen gut.
Eine glatte Schnuroberfläche kann die Reibung in den Rutenringen reduzieren und sich positiv auf die Wurfeigenschaften auswirken. Ob die Max Power hier tatsächlich Vorteile gegenüber der Ghost oder Phoenix bietet, muss sich allerdings erst am Wasser zeigen.
Line Laboratory testet die ZUKIBO gegen die Seaguar R18
Besonders spannend finde ich die Messungen von Line Laboratory.
Dort wurde die Max Power PEX8 anhand eines selbst entwickelten Bewertungsverfahrens mit Messwerten der Seaguar R18 verglichen.
Im Mittelpunkt steht dabei der sogenannte Mass Efficiency Index (MEI).
Dieser Kennwert beschreibt vereinfacht, wie hoch die Tragkraft einer Angelschnur im Verhältnis zu ihrer Masse beziehungsweise ihrem rechnerisch ermittelten PE-Wert ausfällt.
Je höher der MEI, desto mehr Tragkraft erreicht eine Schnur im Verhältnis zur eingesetzten Materialmenge.
Das Ergebnis der ZUKIBO Max Power PEX8
Die Max Power erreichte bei einem rechnerischen PE-Wert von ungefähr 1,3 einen MEI von etwa 850.
Der Trendwert der getesteten Seaguar-R18-Schnüre liegt in diesem Bereich bei ungefähr 690.
Das entspricht einem rund 23 % höheren Masseeffizienzindex gegenüber dem Seaguar-Trendwert.
Ein bemerkenswertes Ergebnis, gerade wenn man bedenkt, welchen Stellenwert die Seaguar R18 unter hochwertigen geflochtenen Angelschnüren genießt.
Dabei muss man allerdings unterscheiden: Die 23 % bedeuten nicht, dass die ZUKIBO grundsätzlich 23 % mehr Tragkraft besitzt als jede Seaguar R18. Der Wert beschreibt den Vorteil gegenüber der Trendlinie der Vergleichsmessungen nach der Berechnungsmethode von Line Laboratory.
Dennoch zeigt das Ergebnis, dass sich die ZUKIBO beim Verhältnis von Tragkraft zu Schnurmasse auf einem ausgesprochen hohen Niveau bewegt.
Was bedeutet das für uns Angler?
Eine hohe Tragkraft bei vergleichsweise geringer Schnurmasse ist grundsätzlich eine interessante Eigenschaft.
Theoretisch lässt sich dadurch bei gleicher Tragkraft eine leichtere Schnur einsetzen. Das kann insbesondere beim Spinnfischen interessant sein, wo Schnurführung, Wurfweite und Köderkontrolle eine wichtige Rolle spielen.
Allerdings ist die reine Tragkraft längst nicht alles.
Auch Eigenschaften wie Abriebfestigkeit, Knotentragkraft, Schnurgeräusche, Wasseraufnahme und die langfristige Haltbarkeit spielen in der Praxis eine entscheidende Rolle.
Der MEI-Wert allein kann diese Eigenschaften nicht bewerten.
Wie schlägt sich die Max Power gegenüber Ghost, Phoenix und Firebird?
Nach meinem bisherigen Eindruck könnte die Max Power tatsächlich das Zeug dazu haben, meine neue Lieblingsschnur aus dem ZUKIBO-Sortiment zu werden.
Die Ghost hat mich vor allem durch ihre gute Gesamtperformance überzeugt. Allerdings fällt sie im direkten Vergleich etwas steifer aus.
Die Phoenix punktet mit einer sehr glatten Oberfläche und einem insgesamt angenehmen Handling.
Bei der Max Power scheint ZUKIBO nun beide Eigenschaften gut miteinander kombiniert zu haben: eine geschmeidige Struktur und eine besonders glatte Oberfläche.
Die Firebird bleibt für mich dagegen etwas außen vor. So interessant die Schnur auf den ersten Blick auch ist, ihre Abriebfestigkeit konnte mich persönlich nicht überzeugen.
Ob die Max Power in diesem Punkt besser abschneidet, muss sich erst im praktischen Einsatz zeigen.
Kein sichtbarer Farbabrieb beim Aufspulen
Ein kleines, aber für mich durchaus interessantes Detail ist die Farbbeständigkeit.
Beim Aufspulen der Max Power konnte ich keinerlei sichtbare Farbrückstände an den Ringen feststellen.
Das ist zunächst einmal ein gutes Zeichen, auch wenn dieser erste Eindruck natürlich nichts darüber aussagt, wie sich die Farbe nach mehreren Angeltagen verhält.
Gerade bei geflochtenen Schnüren zeigt sich häufig erst nach längerer Nutzung, wie beständig die Färbung tatsächlich ist.
Vier Farben und auch als Bündelangebot erhältlich
Die ZUKIBO Max Power PEX8 ist in mehreren Farben erhältlich.
Hier findet ihr die verschiedenen Varianten:
🟠 Zukibo Max Power PEX8 orange *
🟢 Zukibo Max Power PEX8 grün *
🟣 Zukibo Max Power PEX8 purple *
🔵 Zukibo Max Power PEX8 blau *
Besonders erfreulich ist, dass die Schnur auch über die AliExpress-Bündelangebote erhältlich ist. Bei entsprechender Kombination von Artikeln lassen sich dadurch die zusätzlichen Importgebühren vermeiden beziehungsweise reduzieren.
Ich selbst war vom ersten Eindruck jedenfalls so angetan, dass ich direkt weitere sechs Spulen mit jeweils 500 Metern in Grün nachbestellt habe.
Mein vorläufiges Fazit zur ZUKIBO Max Power PEX8
ZUKIBO hat mit der Max Power PEX8 auf den ersten Blick eine wirklich interessante geflochtene Angelschnur auf den Markt gebracht.
Die Schnur ist angenehm geschmeidig, besitzt eine sehr glatte Oberfläche und macht hinsichtlich der Verarbeitung einen hervorragenden Eindruck.
Dazu kommen die beeindruckenden Messergebnisse von Line Laboratory, bei denen die Max Power einen deutlich höheren Masseeffizienzindex als der Trendwert der getesteten Seaguar R18 erreicht.
Das ist durchaus eine Ansage!
Natürlich ersetzt ein Labortest keinen ausgiebigen Praxistest am Wasser. Insbesondere die Abriebfestigkeit und die langfristige Haltbarkeit werde ich mir noch genauer anschauen.
Mein bisheriges Urteil: Die Max Power könnte für mich die bisher interessanteste geflochtene Angelschnur von ZUKIBO sein. Ob sie Ghost und Phoenix tatsächlich vom Thron stoßen kann, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.
