DMK Pioneer Elite Review – Extrem smooth, aber keine Weitwurfrolle?!


Die DMK Pioneer Elite* wird vom Hersteller als „All-metal ultra-long cast“ Baitcaster beworben. Vollmetall-Gehäuse, leichte Spule und moderne Technik sollen für maximale Wurfweite sorgen.

Doch wie sieht es in der Praxis aus?

Ich habe die Rolle bereits am Wasser gefischt und kann direkt sagen:
Die Pioneer Elite ist nicht die erwartete Weitwurfmaschine. Dafür überzeugt sie in anderen Bereichen umso mehr.


Erster Eindruck & Verarbeitung

Schon beim ersten Touch macht die Rolle einen sehr hochwertigen Eindruck.

  • keine sichtbaren Spaltmaße
  • saubere Lackierung
  • kein Spiel in den Knobs
  • Mainshaft kein Spiel
  • Wormshaft und Schnurführung sauber verarbeitet

Auch die Haptik passt:
Die Rolle wirkt stabil, kompakt und hochwertig.

Die Sternbremse arbeitet sauber und liefert ein angenehmes Klickgefühl.
Die Achshemmung lässt sich fein einstellen und läuft ohne Rasterung – ein gutes Zeichen für präzise Fertigungstoleranzen.


Technische Daten

  • Gewicht: ca. 176 g
  • Übersetzung: 8.5:1
  • Bremskraft: 7 kg
  • Lager: 11+1
  • Spule: 34 mm
  • Spulengewicht: ca. 9g
  • Ködergewicht: 5–30 g
  • Schnur: PE 1.5–3.0

Praxis am Wasser

Gefischt wurde die Rolle an einer M-Rute mit PE 0.8, hauptsächlich im Bereich 7–20 g.


Wurfverhalten

Hier kommt direkt die größte Überraschung:

Die Pioneer Elite ist keine klassische Weitwurfrolle. Statt maximaler Distanz liefert sie sehr gutmütiges Wurfverhalten und präzise Wurfkontrolle. Man hat kaum Stress beim werfen und sie ist sehr gutmütig. Auch mit unaerodynamischen Ködern wie Crankbaits bleibt die Rolle angenehm zu handeln.


Wurfweite in der Praxis

Zur realistischen Einordnung wurden folgende Distanzen erreicht:

  • 12g Jig & 3inch: ca. 50 Meter
  • 11,5 g Hardbait: ca. 46 Meter

Das ist ein solider bis guter Allround-Wert.

Besonders interessant: Der Hardbait erreicht fast die gleiche Distanz wie der Jig. Das spricht klar für ein effizientes und kontrolliertes Bremssystem, das auch bei ungünstiger Aerodynamik gut arbeitet.


Bremssystem

Die Bremse ist überraschend stark und effektiv:

  • mehr als Stufe 4 von 10 war nie nötig
  • sehr konstantes Bremsverhalten
  • gute Kontrolle über die Spule

Dadurch wird die Rolle besonders angenehm für:

  • entspanntes Werfen
  • schwierige Köder
  • wechselnde Bedingungen

Laufverhalten

Hier spielt die Pioneer Elite ihre größte Stärke aus:

Die Rolle ist Extrem smooth, kein geary Feeling und einen gleichmäßiger Lauf. Auch unter Belastung bleibt die Rolle ruhig und kontrolliert. DMK setzt auf ein beidseitig gelagertes Getriebe, was den stabilen Lauf unter Last erklärt.


Stärken & Schwächen

Stärken

  • extrem smoothes Laufverhalten
  • hochwertige Verarbeitung
  • sehr kontrolliertes Wurfverhalten
  • stressfreies Angeln

Schwächen

  • keine echte Weitwurfmaschine
  • etwas starke, früh greifende Bremse in höherer Einstellung


Zusammenfassung

Die Pioneer Elite hat mich überrascht.

Nicht durch extreme Wurfweite, sondern durch ihren extrem ruhigen Lauf und die angenehme Kontrolle.

Und genau das macht sie am Wasser zu einer Rolle, die einfach Spaß macht.

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