



Die DMK Cheetah-Serie bekommt Zuwachs: mit der Cheetah Air* bringt DMK ein weiteres Modell auf den Markt, das sich optisch und technisch zwischen der bekannten Cheetah Plus (EXB) und den höherwertigen Silver Feather Modellen einordnet. Ich habe mir die Rolle direkt bestellt und möchte hier meine ersten EindrĂĽcke – inklusive erster Praxiserfahrungen – teilen.
Erster Eindruck & Verarbeitung
Schon beim Auspacken fällt die Ă„hnlichkeit zur Silver Feather Air auf – der Frame erinnert stark daran. Dazu kommt ein Carbon Handle, wie man es sonst nur von den weitaus teureren Silver Feather ETA-Modellen* kennt. Im Karton liegt zusätzlich noch ein Standard-Metal Handle – ob das ein spezielles Purelure-Goodie ist oder zur Serie gehört, bleibt abzuwarten. Purelure ist eine Partnerschaft mit DMK eingegangen, so dass es die Rolle die ersten 4 Wochen auschlieĂźlich dort gibt.
Die Haptik des Bodys wirkt insgesamt etwas fester als bei der Cheetah Plus (EXB). Im Alltagsgebrauch wird dieser Unterschied wahrscheinlich kaum auffallen, dennoch macht die Air hier einen minimal edleren Eindruck.
Bremssystem
Auffällig ist, dass die Bremse im offenen Zustand relativ weit zu bleibt. Wer das als störend empfindet, kann eine Scheibe von der Drive Shaft entfernen – ein kleiner Mod, den auch schon einige Besitzer der EXB vorgenommen haben.
Die drei DC-Modi der Cheetah Air
Ein echtes Highlight sind die drei Modi des DC-Systems, die unterschiedlich stark eingreifen und so fĂĽr verschiedene Einsatzbereiche optimiert sind:
- Blauer Modus / Long Distance
Hier greift die Bremse am wenigsten ein. Mit einer 10g Zikade und einer ML-Rute konnte ich Wurfweiten von fast 60m erreichen – richtig stark fĂĽr diese Preisklasse. - Silent Modus / Night Modus
Wie der Name schon sagt, leuchtet die Rolle hier nicht mehr, und auch der DC-Sound wird reduziert (wenn auch nicht komplett abgeschaltet). Die Bremse arbeitet am intensivsten und bremst die Spule vor allem am Ende des Wurfes sauber aus – allerdings nicht so hart wie bei der EXA im Anfänger-Modus. Hier hat DMK den Algorithmus spĂĽrbar verbessert. - GrĂĽner Modus / Mid Range Modus
Dieser Modus bringt etwas weniger Wurfweite als der blaue, ist dafür aber extrem No-Backlash-orientiert. Die DC-Bremse arbeitet hier wirklich zuverlässig mit. Selbst mit einer 10g Zikade waren Wurfweiten von rund 50m problemlos drin.
Design & Optik
Optisch gefällt mir die Air deutlich besser als die Plus. Die Carbon-Optik/Haptik in Kombination mit dem kompakten Frame wirkt modern und hochwertig. Rein von der Haptik und der Optik ist die Air einen Tick schöner als die EXB.
Preis & VerfĂĽgbarkeit
Spannend wird die Rolle vor allem durch den Preis: bleibt sie wie im BTTS-Sale bei rund 60/70 €, gibt es eigentlich keinen Grund mehr, zur Plus zu greifen.
Tacklejunkie Score
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Haptik - 88%88%
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Performance - 94%94%
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Preis / Leistung - 96%96%
Zusammenfassung
Die Purelure DMK Cheetah Air ist fĂĽr mich mehr als nur ein kleines Update zur Plus. Sie fĂĽhlt sich wertiger an, sieht etwas schnittiger aus und bringt mit den drei DC-Modi eine richtig gelungene Abstufung zwischen Weite, Kontrolle und Sicherheit.
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Long Distance: sehr gute Weiten
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Mid Range: extrem sicher, praktisch kein Backlash
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Silent Mode: perfekt fĂĽr Nachtangeln und dezentes Fischen
Klar, die Bremse im offenen Zustand könnte besser gelöst sein, aber das ist ein Detail, das man mit einem simplen Mod anpassen kann. Entscheidend ist: für rund 60/70 € bekommt man hier eine DC-Baitcaster, die in Sachen Performance locker Rollen in ganz anderen Preisregionen ärgern kann.
FĂĽr mich gibt’s damit kaum noch Argumente, zur Cheetah Plus zu greifen – die Air ist die bessere Wahl, wenn man Preis und Leistung nebeneinanderlegt.
