



Ich hatte große Erwartungen an die Lurefans Air Fang Pro 6* 80MH (10–35 g, 2,44 m) – auf dem Papier ein echtes Kraftpaket mit Fast Action, M40X-Carbon, Fuji SiC Ringen und modernen Komponenten. Genau das, was man sich für eine dedizierte Jigge wünscht.
Doch leider konnte sie im direkten Vergleich nicht ganz überzeugen – zumindest nicht in dem Punkt, den ich persönlich am wichtigsten finde: eine durchgehend straffe Charakteristik.
⚖️ Aktion & Backbone
Die Spitze ist zwar leicht knackiger als bei meiner 20–50 g Bullseye Jig Whip, die Airfang zeigt hier also durchaus Ambitionen im Tip-Bereich.
Im Backbone fehlt ihr aber ein gutes Stück Straffheit, gerade wenn man sie gegen etablierte Jig-Blanks hält. Beim Anhieb oder Jiggen mit schweren Köpfen, gerade in Gewässern mit Strömung oder in Bereichen über 3m kommt einfach nicht genug „Punch“ zurück – und genau da hätte ich mir mehr erwartet bzw. für meinen Einsatzzweck gewünscht. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie in etwas flacheren oder wenig strömenden Gewässern wie Kanälen sehr gut funktioniert.
⚖️ Balance
Mit einer 3000er Rolle (~220 g) liegt der Schwerpunkt leicht kopflastig vor der Rollenschraube.
Das ist noch im Rahmen, aber auf Dauer merkt man die Kopflastigkeit schon – wer gerne top-ausbalancierte Setups fischt, wird hier nicht ganz glücklich.
📸 Vergleich mit der Bullseye Jig Whip
Auf den Bildern unten:
🔹 Links: Lurefans Air Fang Pro 6 – 80MH
🔹 Rechts: Bullseye Jig Whip 20–50 g


🔻 Wertung (Tacklejunkie Score):
Zusammenfassung
🧾 Fazit
Die Air Fang Pro 6 – 80MH ist eine hochwertig verarbeitete Spinning-Rute mit edlen Komponenten und starkem Preis-Leistungs-Verhältnis, die ich auch optisch eine gute Figur macht.
Für viele Einsätze sicher eine gute Wahl – aber für meine Einsätze an der Tideelbe leider nicht das Richtige.
Die Aktion ist mir insgesamt zu soft, und die Balance hätte neutraler sein dürfen.